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by: camp26.biz
Essen in Thailand PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Jens Wolf   
Dienstag, den 29. September 2009 um 15:49 Uhr


Einen sehr hohen Küchenstandard und eine gelungene optische Präsentation bietet das Restaurant vom Nang Thong Bay Resort

- Foto von My Khao Lak

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Wichtig zu wissen
Tischsitten in Thailand

Ursprünglich wurde thailändisches Essen mit den Fingern gegessen, was in manchen Regionen bei einigen Gerichten noch heute der Fall ist.

Anfang des 19. Jahrhunderts führte König Mongkut, angeregt durch seine vielen Auslandsaufenthalte, bei Hofe die Sitte ein, mit Löffel und Gabel zu essen.

Dies wurde schnell in den Restaurants von Bangkok übernommen, und es dauerte nicht lange, bis es im ganzen Land Brauch war, Löffel und Gabel zu benutzen.

1. Bei einem Restaurantbesuch ist auf eine respektvolle Kleidung zu achten. In Badekleidung sollte man ein Restaurant nicht aufsuchen,

auch wenn man nur mal schnell aus dem Pool hüpft um ein Sandwich zu bestellen. Mindestens ein T-Shirt und eine Hose oder ein Kleid sollten Sie sich überstreifen.

2. Die Gabel wird verwendet, um die bereits vom Koch in mundgerechte Stücke zerkleinerten Zutaten portionsweise auf den Löffel zu schieben. Für die meisten Thais gilt es als ungehobelt, die Gabel in den Mund zu führen; ausgenommen davon sind nur kleine Obstgabeln.

3. Suppen und andere Gerichte werden in Thailand normalerweise, außer in Touristenrestaurants, nicht schälchenweise je Gast serviert. Es werden große Schalen oder Schüsseln in der Mitte platziert, aus denen sich alle Esser bedienen. Es gilt als ungehobelt, die Servierschale in die Hand zu nehmen, um sich davon zu bedienen. Es ist auch nicht den Tischsitten entsprechend, danach zu fragen, ob eine weiter weg stehende Servierschale herübergereicht werden kann. Ist die Schüssel zu weit entfernt, reicht man seinen Teller dem Tischnachbarn mit der Bitte, ihn zu füllen.

4. Ess-Stäbchen werden nur bei chinesischen Nudel-Gerichten benutzt und gehören somit nicht zur eigentlichen thailändischen Küche. Nudelsuppen werden mit dem Löffel in der linken Hand, um die Suppe aufzulöffeln, und den Ess-Stäbchen in der rechten für die Nudeln, Fleisch und Gemüse gegessen.

5. Laute Geräusche werden bei Tisch weitgehend vermieden, sowohl was das Schmatzen betrifft, wie auch Geräusche durch Besteck und Geschirr.

6. Traditionell wird auf dem Boden sitzend gegessen außer in Gaststätten und in höheren sozialen Schichten.

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Fischplatte im Restaurant vom Suwan Palm Resort - Foto von My Khao Lak

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Wissenswertes über die thailändische Küche

Ursprünglich war die Küche Thailands vom Wasser geprägt, auf den Tisch kamen vornehmlich Wassertiere, Wasserpflanzen und Kräuter. Veränderungen in den Kochgewohnheiten gab es sowohl durch chinesische und japanische Einflüsse als auch, ab dem 17. Jahrhundert, durch Einflüsse aus Europa, genauer gesagt portugiesische, holländische und französische Impulse. Chillies wurden beispielsweise von portugiesischen Missionaren in Thailand eingeführt und sind heute aus der thailändischen Küche nicht mehr wegzudenken.

In Thailand gibt es keine Milchprodukte, keine Butter, keinen Käse. Es gibt kein Weizen, also auch kein Mehl und kein Brot. Auf dem Land wird vor allem Reis gegessen. Zum Reis gibt es Gemüse und immer verschiedene Saucen. Dazu essen die Thailänder sehr wenig Fleisch, Fisch oder Krustentiere. In Thailand werden bei einer Mahlzeit immer mehrere verschiedene Gerichte serviert.

Durch den Einfluß von außen kam eine Reihe neuer Produkte in der thailändischen Küche zur Anwendung, wobei einige Zutaten durch einheimische Produkte ersetzt wurden. So wird in Thailand beispielsweise Kokosöl statt Butterfett eingesetzt und Zitronengras bzw. einheimische Gewürzmischungen ersetzen andere Gewürze.

Was die thailändische Küche so reizvoll und interessant macht, ist die enorme Vielfalt an Gerichten. Außergewöhnliche Gewürze, phantasievoll zubereitetes Gemüse und eine Vielzahl verschiedenster Früchte bilden die Grundlage von Köstlichkeiten wie Hühnersuppe mit Kokosmilch, Panang-Fleischbällchen und süß-saure Krabben, grünes Enten-Curry und Mangos mit Klebreis, um einige zu nennen. Obwohl die chinesischen, indischen, vietnamesischen, burmesischen und malaysischen Einflüsse unverkennbar sind, haben die Thais die Zubereitung der Speisen auf ihre Art raffiniert verfeinert. Nicht umsonst wird die thailändische Küche als eine der besten in der Welt bezeichnet.

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Gerichte

Gaeng: Weltberühmt sind auch einige Gerichte der Thailändischen Küche aus der Gruppe der Gaeng, die gemeinhin als Curry bezeichnet werden. In Thailand ist Curry-Pulver, wie es in Europa verbreitet ist, zwar nicht unbekannt, aber es wird nur in einigen chinesischen Gerichten, wie Puu Phat Phong Karii (Gebratene Krabben mit Curry-Pulver und Ei), verwendet. Es gibt nur ein einziges thailändisches Gericht, das Kari im Namen trägt: Gaeng Gari Gai, meist als Gelbes Hühner-Curry übersetzt. Thailändische Gaeng-Gerichte ähneln indischen Currys, sie werden mit Eintöpfen mit viel Flüssigkeit oder Suppen (z.B. Gääng Djüüd - Milde Suppe) verglichen. Weitere Gaeng-Gerichte = "Currys" enthalten viele Chillies, wie Gääng Phèd (Scharfe Suppe, im Westen als Rotes Curry bekannt). Die Grundlage dieser Gerichte ist eine Paste, in der beispielsweise Wurzeln, frische Blätter und frische Chilli-Schoten mit Garnelenpaste so lange im Mörser gestampft werden, bis sie zu einer homogenen, dicken Masse geworden sind.

Som Tam ist ein Papaya- Salat, ein besonders im Isaan (Region in Nordost- Thailand) beliebtes Gericht. Das Mischgemüse besteht aus klein gehackten grünen (unreifen) Papayas, Zwiebeln, Tomaten, Chilischoten, Lang-Bohnen, Zitrone, Erdnüssen und Palmzucker, gewürzt mit grob zerstoßenen Krebsen und Fischsauce. In Thailand nimmt man meistens getrocknete Garnelen. Som = sauer und Tam = stampfen, zerstoßen

Tom Yam ist wohl eines der bekanntesten Gerichte Thailands. Diese würzige, sauer-scharfe Suppe wird mit Fischsauce, Schalotten, Zitronengras, Limonensaft, Galgant, Tamarinde und vielen Chillies gewürzt. Sie wird traditionell zu Reis mit verschiedenen Einlagen, wie Fleisch, Fisch oder Meeresfrüchten serviert. Man sollte jedoch darauf achten, dass nicht alle Zutaten mitgegessen werden.

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Menü

Ein thailändisches Menü besteht typischerweise aus einer Suppe, einem Curry-Gericht oder alternativ einem scharf gewürzten Salat und einer Sauce mit Fisch und Gemüse (als Dip). Alle Speisen werden zusammen serviert, so dass bei der Zusammenstellung zwischen scharfen und milden Komponenten auf ein ausgeglichenes Verhältnis geachtet wird. Sehr häufig wird auch Rohkost gereicht.

Grundlage der meisten Gerichte ist eine zu Beginn des Kochens in einem kleinen Mörser zubereitete Gewürzmischung aus Knoblauch, kleinen roten oder grünen Chillischoten und verschiedenen Kräutern. Die so zubereitete Paste kommt zunächst mit etwas Öl in den über einer offenen Flamme stehenden Wok. Anschließend werden die weiteren Zutaten wie Fleisch, Fisch, Nudeln, Gemüse usw. nacheinander hinzugefügt und geschmort.

Zum Essen wird meist stilles Wasser getrunken. In ländlichen Gegenden stammt das Trinkwasser traditionell noch oft aus Tonfässern, die von Tankwagen aufgefüllt werden. Nicht abgekochtes Leitungswasser ist in Thailand nicht zum Trinken geeignet.

(Texte von: Kerstin Bartel)

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Übersetzungen

Die folgenden Übersetzungen können Ihnen bei der Auswahl und beim Bestellen der Gerichte eine Hilfe sein.

Fleisch und Fisch:
Hühnerfleisch = chicken = Gai
Schweinefleisch = pork = Muh
Rindfleisch = beef = Nü-a
Garnelen = prawn,shrimp = Gung
Fisch = fish = Plah

Curry
- Curry = Gähng Ki-au Wahn
(Hat nichts mit dem in Europa üblichen Currypulver zu tun, sondern mit einer Paste aus gestampften Chilischoten, Öl und diversen Gewürzen)
- Grüner Curry, mittelscharf, suppenartig, mit Auberginen, Basilikum, Zitronenblättern.
- Roter Curry, scharf, mit Paprika, Zwiebeln, Basilikum, Frühlingszwiebeln, Chili.

Obst
Banane = Gluai
Papaya = Malakoh
Mango = Ma-muang
Ananas = Sa-pah-rott
Orange = Somm
Wassermelone = Tähng Moh

Deutsch - Thai
Ich möchte ... = Au ...oder Koh ...
Nicht scharf = Mai Pet
Nicht süß (wichtig bei Obstsäften!) = Mai Wahn
Ohne ... / Mit ... = Mai Sai ... / Sai ...
Knoblauch = Grati-jem
Chili = Prik
Pfeffer = Prik Thai
Salz = Glü-a
Zucker = Nahm Tahn
Bitte zahlen! = Tschek Bin

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Seafood Teller im Takieng Restaurant - Foto von My Khao Lak

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Zutaten

Die Thailändische Küche besitzt zahlreiche typische Zutaten, einige Beispiele sind:

Reis:
Am bekanntesten sind der Jasminreis und der Klebreis; daneben gibt es eine Vielzahl weiterer Sorten und Qualitätsabstufungen.

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Nudeln:

- Kuai Tiau ( Reisnudeln) gibt es in drei verschiedenen Breiten, sie werden meist als Nudelsuppe oder gebraten als Phat Thai gegessen.

- Bami haben eine gelbliche Färbung, sie werden aus Weizenmehl hergestellt, manchmal wird Ei hinzugefügt.

- Khanom Djiin sind typisch für die Küche Süd-Thailands und werden meist mit einer scharfen curryähnlichen Sauce (Nam Yaa - Kräutersauce) serviert.

- Wun Sen sind aus Mungbohnen-Mehl hergestellte Glasnudeln, die gerne als Einlage in klaren Suppen verwendet, oder als erfrischender Salat, "Yam Wun Sen" zubereitet werden.

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Gewürze und Kräuter:

- Chillischoten
- Ingwer
- Galgant oder Galangawurzel
- Chinesischer Ingwer
- Zitronengras
- Knoblauch
- Basilikum

- Koriander (das Aussehen entspricht etwa der Petersilie in der europäischen Küche), von dem sowohl die Wurzeln, als auch die Blätter und die Samen verwendet werden.

- Fischsauce ( náam plaa) wird in fast jedem thailändischen Gericht verwendet; hergestellt wird sie aus Sardellen, Wasser und Salz. Salz wird nur selten verwendet, im allgemeinen wird es durch Fischsauce ersetzt.

- Tamarinde - gibt den Gerichten eine leichte säuerliche Würze.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 29. September 2009 um 16:19 Uhr
 

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